Bequeme Onlinewelt – Künstliche Intelligenz & Smart-Home-Systeme

Bequeme Onlinewelt – Künstliche Intelligenz & Smart-Home-Systeme

Künstliche Intelligenz und Smart-Home-Systeme sind da, um uns unseren Alltag zu vereinfachen. Sie verbreiten sich mehr und mehr unter uns. Sie finden durch neue Funktionen und Anwendungen immer mehr Einzug in unseren Alltag. Damit fördern sie unsere bis dato schon starke Neigung zur Bequemlichkeit und machen uns viele Dinge so einfach wie noch nie. Doch ihr Auftritt kann sowohl positive als auch negative Meinungen hervorbringen.

Geduld, Obi-Wan

Es ist natürlich klar, dass sich die Hürden bei einem solchen komplexen technischen Thema nicht innerhalb kürzester Zeit meistern lassen. Rom wurde ja auch nicht an nur einem Tag erbaut. Insbesondere die Themen Datenschutz und Cybersecurity stellen für technische Innovationen einen einschränkenden Rahmen dar. Neue Techniken müssen sich erst einmal bewähren und Nutzern genügend Schutz bieten, bevor sie genutzt werden können.

Interessant wird es, wenn es zu einer Festnahme wegen häuslicher Gewalt durch ein Smart-Home-System, hier Google Home, kommt. In besagtem Fall konnte das Smart-Home-System aus dem Hause Alphabet heldenhaft einen Verbrecher hinter Gittern bringen. Google Home verstand dabei die Frage des Mannes an seine Freundin, ob sie die Polizei gerufen hatte, als Aufruf ebenjenes zu tun (via Business Punk). Auf der einen Seite konnte auf diese Weise ein Menschenleben gerettet werden, auf der anderen Seite macht das bewusst, wie viel diese Smart-Home-Systeme von unserem Alltag aufnehmen.

Das stößt wieder die allgegenwärtige Frage auf: Wann ist der Punkt erreicht, ab dem die hohe Bequemlichkeit zu viele Verluste im Datenschutz mit sich bringt? Da vielen Nutzern gar nicht bewusst ist, was sie tagtäglich eigentlich von sich preisgeben, steht der Bildungsauftrag in solchen Angelegenheiten an oberster Stelle. Nur wer weiß, dass er sich schützen sollte, kann auch die entsprechenden Maßnahmen dazu ergreifen.

If This… then….

Damit wir bei den ganzen Möglichkeiten, die das Netz bietet, ja den Überblick nicht verlieren, stampfen immer mehr Anwendungen aus dem Boden, mit deren Hilfe wir gut strukturiert durch den Tag kommen. Keine Zeit, jedes Mal jede einzelne App nach Informationen abzuklappern? Dann liefert IFTTT die Lösung der Problems.

Immer auf dem Laufenden bleiben, was die New York Times postet? Oder lieber alle Social Aktivitäten zusammenfassen und die Instagram Bilder auch gleich auf Twitter hochladen? Das Tool IFTTT ist eine Alliteration für „If This Then That“. Der Name umschreibt dabei ideal, den Sinn und Zweck der eigentlichen Anwendung. Wenn Aktion A erfolgt, soll Aktion B durchgeführt werden. Wird ein Artikel bei der Times veröffentlicht, dann möchte ich eine Meldung erhalten. Lade ich ein Bild auf Instagram hoch, dann möchte ich, dass das Bild auch auf Twitter hochgeladen wird. Damit man in so wenigen Schritten wie möglich so vernetzt wie möglich bleibt.

Einfachheit & Bequemlichkeit

Nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert die Anwendung Pingdeck. Hier gibt es zwar keinen allgemeinen „Wenn dies, dann das“ Algorithmus, allerdings wird hier der Social-Media-Content zentral von einer Stelle aus gemanagt. Es handelt sich dabei quasi um eine Art Online-Visitenkarte. Erstellt man einen Ping, kann man hier entweder ein eigenes Foto als Hintergrundbild hochladen, oder auf die Inhalte von Unsplash oder Giphy ausweichen.

Außerdem lässt sich hier auch noch auf bis zu drei verschiedene Portale z.B. auf die eigene Webseite, Unternehmenswebseite oder ein Social-Network-Profil verlinken. Spricht den Nutzer das Gesamtkonzept des Pings, inklusive Überschrift und Subheadline, an, kann er sich durch die verschiedenen hinterlegten Seiten weiterbewegen. Findet er die Inhalte des Nutzers auch noch besonders teilenswert, sind praktischerweise auch schon die Social-Sharing-Buttons eingebaut. Es bleibt abzuwarten, welche Entwicklungen sich noch ergeben werden und inwieweit wir in Zukunft überhaupt noch mehr als ein, zwei Klicks erledigen müssen.

Bild Credits: von Pexels, under Creative Commons Zero Licence, via pixabay.com