#TalkNerdyToMe – Observability

#TalkNerdyToMe – Observability

Wem bei dem IT-Begriff „Observability“ das Wort ‚Observer‘ – also eine Art Beobachter oder Zuschauer – in den Sinn kommt, der liegt gar nicht so falsch.

Das Wort Observability gibt es tatsächlich schon recht lang. Genauer gesagt existiert dieser Begriff bereits seit einigen Jahrzehnten und kommt ursprünglich aus dem Bereich der Systemsteuerung, bei dem es um das Beschreiben und Verstehen selbstregelnder Systeme geht. Inzwischen hat sich das Verständnis von Observability gewandelt und beinhaltet heute nicht mehr nur das Verstehen von Systemen. Vielmehr bezieht sich das Wort auch auf die Performance-Verbesserung verteilter IT-Systeme. Denn ja, Performances gibt es nicht nur als künstlerische Darbietungen im Entertainment-Bereich, sondern auch in der Informationstechnik. Gemeint ist damit die Leistung eines Systems oder einer ganzen Infrastruktur.

 

Und was genau ist dann jetzt Observability?

Wenn wir wieder vom ursprünglichen Begriff „Observer“, also Beobachter, ausgehen, könnte man sagen, dass Observability IT-Systeme und Infrastrukturen beobachtet. Das Beobachten dient dazu, deren Leistung oder eben Performance, zu verbessern und Problemen auf den Grund zu gehen. Klingt erstmal verständlich, oder?

Schwieriger wird es, die Prozesse dahinter zu verstehen. Denn gemessen werden die inneren Zustände des Systems mithilfe der Untersuchung von Ausgabewerten. Das sind in dem Fall Telemetrie-Daten wie Metriken, Logs und Traces. Denn ohne Daten funktioniert ja bekanntlich nichts. Die Nerds unter euch wissen sicherlich, wovon ich rede. Wer die Begriffe allerdings zum ersten Mal hört, dem sei gesagt: Die Details hinter Observability zu kennen, ist nicht das Entscheidende – und auch eher was für IT-Experten, Security-Teams oder System-Admins. Viel wichtiger ist es, den Gesamtzusammenhang zu erkennen, um den großen Vorteil von Observability zu verstehen: Nur durch das Zusammenspiel aus Monitoring (Überwachung von Systemen), Logging (automatisierte Protokollieren von System- und Prozessmeldungen) und Tracing (Analyse und Fehlersuche bei Programmen) sind Analysen in Sekundenschnelle möglich, die sonst mehrere Stunden in Anspruch nehmen und IT-Teams die letzten Nerven rauben.

 

Dann ist Observability eigentlich ein besseres und schnelleres Monitoring?

Nicht ganz, denn Observability wird zwar als effektives Monitoring definiert, ersetzt dieses aber nicht. Vielmehr kann von einer Weiterentwicklung des klassischen Monitorings gesprochen werden: Elemente und Informationen des Monitorings werden hier genutzt und weiterverwendet. Observability-Plattformen erkennen Komplikationen damit sogar, bevor sie zum Problem werden, und reagieren automatisch und unabhängig darauf. Anders als beim reinen Monitoring werden hier nicht nur Teilsysteme einzeln betrachtet, sondern eine ganze Infrastruktur aus vielen kleinen Microservices.

 

Und das hat Zukunft?

Definitiv! Observability wird zwar oft noch als Trend betrachtet, aber eben als einer, der die Zukunft nachhaltig prägen und sich in IT-Abteilungen durchsetzen wird. Denn IT-Systeme werden zunehmend komplexer, sodass IT-Administratoren neue Systeme, Anwendungen und ganze Infrastrukturen gar nicht mehr ganzheitlich überwachen können. Mit zunehmenden digitalen Möglichkeiten steigt auch die Gefahr für Ausfälle und Störungen. Observability-Lösungen können hier Abhilfe schaffen und Überblick über Security-Zustände geben. Gerade in einer Zeit in der hybride und Remote-Arbeitsmodelle zum beruflichen Alltag gehören, sind solche sicheren Lösungen nötig, um bösartige Zugriffe im Home-Office zu verhindern und Produktions- und Arbeitsabläufe nicht zu gefährden. Durch die Automatisierung von Prozessen können hier nicht nur angenehmere Arbeitsabläufe geschaffen werden – mit der Kürzung redundanter Tools werden zudem Kosten gespart.

Alles in allem sei gesagt: Observability-Lösungen sind eine Art „stiller Beobachter“ für IT-Systeme, um Probleme frühzeitig zu erkennen, Systemsicherheit zu bewahren und Leistungen zu verbessern. Mit Observability-Lösungen sind IT-Teams nicht mehr reaktiv, sondern proaktiv unterwegs. Sie können Probleme vor ihrer Entstehung erkennen und lösen, ohne sich damit herumschlagen zu müssen, wenn es schon zu spät ist.

 

Du outest dich als Nerd, wenn du…

weißt, dass Observability IT-Teams den Durchblick verschafft und deren Datenbrille wieder geraderückt, bevor sie von der Nase rutscht . 😉