Whatsapp Status – Back to the roots

Whatsapp Status – Back to the roots

Whatsapp hat in den letzten acht Jahren eine große Nutzerschaft vom Dienst begeistern können. Allein in Deutschland nutzen ca. 37 Mio User den Dienst. Warum auch nicht? Das Versenden von Bildern, Sprachnotizen und mittlerweile auch GIFs spricht klar für die Nutzung des Angebots.

Dabei gestaltet kaum ein Messenger-Dienst die Kommunikation so simpel wie Whatsapp. Es müssen keine Interessen oder andere Profilinformationen angegeben werden, außer einem Namen und ggf. ein Bild. Alles was man benötigt, um die App anwenden zu können, ist ein Smartphone und eine Telefonnummer.

Fortschritt bedeutet Veränderung

In den letzten Jahren gab es immer wieder Änderungen innerhalb der App. So wurde im letzten Jahr erst die Ende-zu-Ende Verschlüsselung aufgenommen und das Versenden von GIFs ermöglicht. In diesem Jahr folgt die erste grundlegende Veränderung an der Plattform. Der allseits bekannte Whatsapp-Status hat ein Update bekommen, das sehr stark der Stories Funktion von Konkurrent Snapchat ähnelt. Immerhin trägt es mit dem Whatsapp Status einen anderen Namen als die Snapchat Stories.

In der Vergangenheit gab es viele Thesen darüber, wie die Zukunft von Whatsapp aussehen könnte. Soll sich die Plattform in Richtung eines sozialen Netzwerks bewegen oder vielleicht doch lieber die E-Mail verdrängen und als Business-Tool genutzt werden? Und noch immer sind beide Varianten plausible Zukunftsoptionen für die Anwendung.

Zukunftsvisionen

Der neue Status lässt beide Optionen offen. Denn, durch den neuen Whatsapp Status können Nutzer nun ihren Alltag, ähnlich wie bei Snapchat oder Instagram, einfach mit ihren Freunden teilen. Auf der anderen Seite kann die Option auch von Unternehmen genutzt werden, um z.B. das Unternehmensbild besser zu porträtieren. Daneben bildet die neue Funktion natürlich auch für Whatsapp selbst und infolgedessen auch für den Mutterkonzern Facebook den Vorteil, neue potenzielle Werbeflächen zu schaffen. Zudem erwarb Facebook vor einigen Jahren die Anwendung Masquerade und hält sich mit dieser Funktion bislang relativ bedeckt. In Zukunft könnten also auch Lenses-Anzeigen nach dem Vorbild von Snapchat folgen.

Doch bis es so weit ist, müssen die Nutzer noch an das Angebot gewöhnt werden. Nach der Einführung des neuen Whatsapp Status hagelte es erst einmal Kritik von vielen Usern. Denn die Abschaffung des alten Statustextes wurde nicht gut von der Community aufgenommen. Daher wird dieser bald ein Comeback auf der Plattform feiern. In Zukunft wird es dann zwei Status-Optionen geben und mit dieser Auswahl könnte der Nachrichtendienst den Nerv der Nutzer schon etwas besser treffen.

Better Together

Whatsapp arbeitet schon seit längerem darauf hin, Unternehmen stärker an die Plattform zu binden. Auch die Ende-zu-Ende Verschlüsselung spricht dafür, dass Whatsapp in Zukunft auch dazu genutzt werden soll vertrauliche Informationen untereinander zu teilen und die E-Mail obsolet zu machen. Daneben ist auch die Tatsache, dass Whatsapp und Facebook in Zukunft Nutzerdaten miteinander teilen wollen, ein Indikator hierfür. Das Targeting würde sowohl auf Facebook, als auch auf Whatsapp davon profitieren und Unternehmen könnten ihre Zielgruppe noch genauer erreichen – „lediglich“ der Datenschutz würde hierunter leiden.

Organische Reichweite auf Whatsapp

Auch auf organischem Weg birgt die neue Funktion Potenziale für Unternehmen, sich in Zukunft auf dem Nachrichtendienst besser präsentieren zu können. Dies ist insbesondere von Vorteil, da die betriebliche Nutzung von Whatsapp in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Ob nun bei Zeitarbeitsfirmen, um Dienstpläne final abzusprechen, oder bei Personalern, die Bewerbern die Möglichkeit geben, vorab Fragen zu stellen. Auch bei Weber Shandwick können Fragen zu unseren Stellenanzeigen direkt auf Whatsapp gestellt werden.

Wie sich die neue Whatsapp Funktion auf die Zukunft des Netzwerkes auswirken wird, bleibt abzuwarten. Fürs erste kann sich jeder Nutzer darüber freuen, jetzt über eine zusätzliche Plattform den Alltag zu teilen – und das alle 24 Stunden.

Bild Credits: von HeikoAL, under Creative Commons Zero Licence, via pixabay.com