Connected Cars – aktuelle Trends & Entwicklungen

Connected Cars – aktuelle Trends & Entwicklungen

Nicht nur wir verbinden uns andauernd – auch die Automobilindustrie möchte Teil der permanenten Vernetzung sein. Informationsvermittlung zwischen Wagen in Echtzeit oder aber Warnhinweise von Ampeln erhalten – Was wie Träumereien klingt, beschreibt tatsächlich die aktuellen Trends der Branche. Mit dem Ausdruck „Connected Cars“ werden momentane Entwicklungen von Experten in der Automobilbranche zusammengefasst, die sich zum Ziel gemacht haben, das Auto permanent mit der Umwelt zu vernetzen. Was bereits möglich ist und wohin die Reise geht, erfährst Du hier:

 

Funktionen der Connected Cars

Ob Smartphone oder Automobil – für die Vernetzung mit der Umgebung ist die SIM-Karte unerlässlich. Ob diese fest in das Auto integriert ist oder per Bluetooth-Verbindung über das Handy genutzt wird, ist aber noch nebensächlich: Für viele Connected-Car-Funktionen ist eine Verbindung über das Smartphone noch ausreichend. Egal ob auf dem Armaturenbrett oder integriert in die Windschutzscheibe: Nun werden neben Geschwindigkeit und Benzinstand auch einkommende Nachrichten, Termine oder Videos eingeblendet. Natürlich zählt auch die Gesprächsfunktion per eingebautem Lautsprecher im Auto zum Spektrum der heutigen Automobil-Vernetzungsmöglichkeiten dazu. Für die Branche sind digitale Entwicklungen für Smartphones  längst ein wichtiger Bestandteil für die eigene Strategieausrichtung geworden. So ist beispielsweise der Ausbau des Datennetzwerks in 5G bis 2020 heutzutage für die großen Automobilhersteller ein wichtiger Meilenstein für die Weiterentwicklung der Connected Cars, denn die stärkere Verbindung schafft Raum für weitere Netzwerkkapazitäten.

 

Der Bedarf wächst

Nun lässt sich die Bezeichnung „Connected Cars“ noch in weitere Elemente herunterbrechen. Mit „Car2Car Kommunikation“ bezeichnet man zum Beispiel die Kommunikationsverbindung zwischen zwei oder mehreren Fahrzeugen. Dies kann unter anderem die automatische Anpassung der Fahrtgeschwindigkeit an andere Fahrzeuge mittels Verbindung derer Sensoren sein, um das Unfallrisiko auf den Straßen zu verringern. Genauso lässt sich das eigene Fahrzeug jedoch auch mit der Straßenumgebung verbinden: Ampeln werden so über das „Car2Infrastructure“ System vom Auto erkannt und registriert. Weitere unzählige Verbindungsmöglichkeiten zeigen, dass die Automobilbranche sich erweitert und neues Potenzial für die Steigerung des Fahrtkomforts und der Sicherheit schöpft. Und die Gesellschaft hat wachsenden Bedarf: Bereits 13% der Befragten einer Studie von McKinsey über Connected Cars können sich den Kauf eines Autos ohne Internet nicht vorstellen. 20% der Befragten würde den eigenen Wagen durch ein Modell mit umfangreicheren Connected Car Service sogar eintauschen.

Kein Wunder also, dass bereits jetzt Autokonzerne an dem Ausbau der digitalen Vernetzung weiterarbeiten. So kündigte die Groupe PSA zusammen mit dem chinesischen ITK-Konzern Huawei an auf der Hannover Messe an, weiter an der „Connected Vehicle Modular Platform (CVMP)“ zu arbeiten und ihre Services auszubauen.

 

Ab in den Kofferraum!

Wie vielfältig die Möglichkeiten der Connected Car Services sein können, zeigt Amazon mit dem eigenen neuen Paketlieferservice Konzept: Ab sofort ist es in vielen Städten möglich, die Paketsendungen mittels des Connected Car Services „OnStar“ vom Lieferdienst ganz einfach im Kofferraum des eigenen Wagens zu hinterlassen. Jeder Besitzer eines General Motors oder Volvo Fahrzeug mit o.g. integriertem System muss sich ab nun an keine Gedanken über ungünstige Lieferzeiten nach Hause mehr machen müssen.

All dies zeigt, wie kreativ Agenturen und Unternehmen bei der Neuauslegung des Autos sein können. Der digitale Spielraum in der Automobilindustrie mischt zum einen die Karten in der Branche neu und zum anderen setzt er einen neuen Schwerpunkt für die Forschung und Entwicklung. Kommunikationserlebnisse können durch den Einsatz von Connected Car Services neu definiert werden – und wo neue digitale Entwicklungen sind, sollte eine Konzeptualisierung von innovativen Ideen nicht weit entfernt sein. Es gibt wohl kaum ein vergleichbares Beispiel für ein Produkt, dass durch die digitale Revolution so neu definiert wird wie das eigene Fahrzeug. Agenturen müssen sich nun die Frage stellen, wie sie diese Veränderungen für eigene Kommunikationszwecke nutzen können.

 

Bild Credits: Kaique Rocha, under Creative Commons Zero Licence, via pexels.com