Neues von der Facebook F8 Konferenz 2019

Neues von der Facebook F8 Konferenz 2019

Auf der F8 Konferenz 2019 überraschte Mark Zuckerberg mit dem Statement „The future is private“. Entgegen aller Erwartungen und zugunsten vieler Kritiker will sich Facebook von nun an auf die Privatsphäre der Nutzer konzentrieren und das Ziel verfolgen, mithilfe vieler Entwicklungen zu einer vertrauenswürdigen Plattform zu werden, die stark auf die Privatsphäre der Nutzer ausgerichtet ist.

Die wichtigsten Updates der F8 Konferenz 2019

 

Der Messenger

 

Im Laufe des Jahres soll der Facebook Messenger der schnellste Messenger des Planeten werden und nur noch 20 Prozent des ursprünglich benutzen Speicherplatzes benötigen. Außerdem soll es einfacher werden, im Messenger mit Kontakten von Instagram und Whatsapp zu kommunizieren, oder gemeinsam Videos zu schauen. Der Facebook Messenger bietet das nicht nur mobil, sondern zukünftig auch als Desktop App.

Messenger sowie Whatsapp werden vor allem für Unternehmen interessanter. Die Messenger Lead Ads Vorlagen sollen den Erstkontakt zwischen Unternehmen und potenziellen Kunden erleichtern. Durch diese Lead Ads können sich Nutzer schnell und unter Wahrung der Privatsphäre registrieren und dann Informationen von Unternehmen, z. B. Newsletter und Angebote, erhalten.

Für WhatsApp hingegen ist das Einführen eines Business-Katalogs im Gespräch, der den Kontakt zwischen Privatpersonen und Unternehmen erleichtern soll. Dadurch wird es möglich, während des Chattens mit einem Unternehmen den jeweiligen Waren-Katalog bei WhatsApp einzusehen.

 

Neues Design & Tinder-Ersatz

 

Generell bekommt Facebook ein neues Design, inklusive des Messengers. Die Feed-Ansicht soll klarer und leerer werden, die Farben heller. Hierfür wurde auch das Facebook-Logo neu designed. Einigen ist es vielleicht schon aufgefallen: Anstelle eines viereckigen Logos erwartet uns nun ein rundes Logo und das Facebook-Dunkelblau wurde heller.

„Secret Crush“ war eine weitere interessante Einführung auf der F8 Konferenz 2019. Mit Hilfe dieses Werkzeugs will Facebook den Online-Dating-Markt aufmischen. Facebook-Freunde können sich hier auf eine geheime „Secret-Crush“-Liste setzen. Erst wenn beide Seiten sich auf der eigenen geheimen Liste vermerkt haben, wird das sogenannte Match angezeigt.

 

#Instanews

 

Im Laufe des Jahres will Instagram vor allem eines erreichen: Mobbing bekämpfen! Adam Mosseri, Head Of Instagram, präsentierte dafür drei mögliche Erweiterungen, die die Plattform bereichern sollen:

  1. Nudge Feature: Nutzer sollen durch Benachrichtigungen gewarnt werden, wenn sie sich im Begriff befinden, auf verletzende Weise zu kommentieren.
  2.  Mit dem Away Mode sollen Nutzer die App über einen selbstbestimmten Zeitraum leise stellen können und so keine Mitteilungen mehr erhalten.
  3.  Interaktionen managen: User sollen künftig selbst bestimmen können, auf welche Art Nutzer mit ihnen interagieren. Es soll sich beispielsweise einstellen lassen, ob ein anderer Account Nachrichten schicken oder unter Beiträgen kommentieren darf. Dadurch müssen andere Nutzer nicht mehr direkt geblockt werden, sondern können schlichtweg auf bestimmte Funktionen nicht mehr zugreifen.

Die Stories-Kamera bekommt ein neues Design. Filter können dann in Form eines halbrunden Rads direkt ausgewählt werden und müssen nicht extra über den „Filterbutton“ aktiviert werden. Außerdem gibt es bald auch weitere Story-Möglichkeiten, etwa ein Spenden-Sticker, der direktes Spenden ermöglichen soll. Der Nutzer kann dann per Swipe-Up-Funktion sehen, wie viel Geld seine Follower bereits gespendet haben.

Da sich auf Instagram alles um Likes und Engagement-Zahlen dreht, neigen Nutzer immer häufiger dazu, Inhalte mit durchschnittlich weniger Likes, wieder zu löschen. Dem möchte Instagram entgegenwirken. Die Anzahl der Likes soll nun nur noch für den Nutzer selbst, nicht aber für die Follower zu sehen sein. Diese sehen nur die Namen der Accounts, die einen Beitrag geliked haben. Instagram soll dadurch an Authentizität gewinnen und sogenannte Engagement Apps sollen dadurch der Vergangenheit angehören.

Außerdem wird die Option „Shop from Creators“ eingeführt, die den Usern den direkten Kauf von Produkten, die von Influencern vorgestellt werden, erleichtert. Die Option bietet auch den Influencern mehr Möglichkeiten, Einnahmen aus ihren Beiträgen zu generieren.

 

Oculus Quest & Oculus Rift S

 

Auch der zu Facebook gehörende VR-Pionier Oculus hat die F8 Konferenz genutzt, um die neusten Entwicklungen zu präsentieren. Die VR Brillen Oculus Quest und Oculus Rift S werden demnächst im Handel verfügbar sein. Die Oculus Quest ist vor allem beliebt, weil sie ohne lästige Kabel, externe Sensoren und teure Gaming-Computer funktionieren soll. Die Oculus Rift S hingegen nutzt im Vergleich zu ihrer Vorgängerin Displays mit besserer Auflösung und benötigt keine externen Sensoren mehr. Allerdings ist die Bildfrequenz niedriger und es werden LC- statt OLED-Panele genutzt.

Weiterhin stellte Oculus den Prototyp eines neuen VR-Headsets vor. Die Brille mit dem Namen “Oculus Half Dome” hat einen ähnlichen Formfaktor wie die Oculus Rift, soll allerdings ein erweitertes horizontales Sichtfeld mit 140 Grad besitzen und über bewegliche Displays & Eye-Tracking. Die Brille befindet sich noch in der Entwicklungsphase und wird vorerst nicht zu erwerben sein. Sie bietet jedoch Ausblick auf die Möglichkeiten, die die VR-Entwicklung der Zukunft für uns bereit hält.

 

Die F8 Konferenz 2019…

 

… hat definitv Aussicht auf viele spannende Entwicklungen der digitalen Welt geboten: Egal ob Instagram ohne Like-Counts, Facebook mit hoher Privatsphäre und Dating-Funktion, WhatsApp als Business-Tool oder VR-Headsets, die die Gamer-Herzen höher schlagen lassen – uns erwarten interessante und vielseitige Veränderungen in der Social-Media-Welt.

 


Bild Credits Header: ©Glen Carrie– unsplash.com