Die Zukunft von Social Media

Die Zukunft von Social Media

Wer hätte vor 20 Jahren schon gedacht, dass man private Bilder seines Eigenheims ins Internet stellt, um fremden Menschen einen Einblick zu geben, wo sie anstelle von Hotels übernachten können? Getreu dem Motto „Platz ist in der kleinsten Hütte“ funktioniert Airbnb: User teilen ihr Heim für begrenzte Zeit mit ihnen unbekannten Menschen – und das funktioniert auch noch. Auf diese Art und Weise hat es Airbnb sogar geschafft einen Marktwert von mehreren Millionen zu erreichen.

Und dieser Trend scheint sich weiterzuentwickeln. Immer mehr Apps wie Kleiderkreisel oder Shpock helfen Menschen dabei ihre Kleider, Fahrräder, Regenschirme oder sonstiges untereinander auszutauschen oder aneinander (weiter) zu verkaufen. Durch den immer größer werdenden Einfluss der Millennials, die geborenen Onliner, auf verschiedene Generationen, kann man davon ausgehen, dass dieser Trend in Zukunft weiterhin wachsen wird.

Artificial Intelligence, Virtual Reality & Smart Bots als Zukunftsthemen

Weiterentwicklungen in der Technikwelt führen natürlich auch zu Anpassungen in den sozialen Netzwerken, um immer am Puls der Zeit zu bleiben. So stehen Themen wie künstliche Intelligenz, Verbesserungen von Spracherkennungssoftware und Virtual Reality im Bereich Social Media stark im Fokus. Das bewies nicht zuletzt auch die Digitalkonferenz SXSW, die Mitte März in Austin, Texas tausenden Digitalen und Interessenten die Zukunft aufzeigte.

Wird das Löschen von Hasskommentaren auf Facebook in Zukunft von Smart-bots übernommen werden? Wird man seine Tweets in Zukunft nicht mehr tippen, sondern einfach nur noch vorsprechen? Wie wird sich Facebook nach 360 Grad Videos und Entwicklungen wie der Oculus Rift weiterentwickeln? Und welche Effekte ziehen daraus die Wettbewerber?

Social Media VIP vs. Anonymität

Eins ist klar: Die User wünschen sich im Netz komplette Transparenz. Die Views für Vlogs, Snapchat Snaps und Livestreams steigen immer weiter an. Das zeigt uns, dass User die totale Transparenz und pure Authentizität wollen.

Dies steht allerdings im kompletten Gegensatz zum Wunsch von Usern selbst im Netz anonym zu verbleiben. So kam zum Beispiel mit Jodel eine App an den Markt, die den User komplett anonym Nachrichten an alle Personen im Umkreis von 10 km, die die App installiert haben, verschickt.

Den Wunsch nach Anonymität verspüren User, die zu Social-Media-Prominenten avancieren, wohl nicht. Ihnen ist es sehr wichtig, eine starke Online-Präsenz zu erschaffen. Hilfsmittel stehen dank Apps wie Facetune, der Selfie-Photoshop-App, glücklicherweise auch ausreichend zur Verfügung.Durch gezieltes Marketing und angepasste Inhalte können es User so schaffen, sich selbst zu einer im Netz entstandenen Berühmtheit zu machen.

Doch auch der Zusammenhalt unter den Usern nimmt immer weiter zu. Wenn sich ein Unternehmen einen öffentlichen Fehltritt leistet, kann es schnell mal passieren, dass sich die Community gemeinsam gegen das Unternehmen stellt und es online anprangert. In solchen Shitstorm-Situationen, in der Anonymität nicht mehr gewahrt werden kann, gehört viel Feingefühl dazu, um die Reputation des Unternehmens oder einer Einzelperson zu retten.

Soziale Projekte über Social Media vorantreiben

Einen positiven Trend legen soziale Projekte dar, wie zum Beispiel eine Crowdfunding Seite für Obdachlose, die deren Ideen unterstützt oder die App Coop, mit der frische und gesunde Lebensmittel zur Verfügung gestellt werden.

Zudem werden in Zukunft immer mehr soziale Netzwerke Bezahlsysteme integrieren. So kann man zum Beispiel bereits bei Snapchat via Snapcash innerhalb eines Chats Geld überweisen, sofern die Kreditkarteninformationen der User angegeben sind. In erster Linie wird die Weiterentwicklung solcher Produkte am Datenschutz hängen und/oder scheitern. Allerdings hat man vor ein paar Jahren auch Paypal den Untergang geweiht und inzwischen hat der Dienst etwa 170 Millionen User. Unternehmen sollten sich zukünftig also Gedanken darüber machen, ob und wie sie Mobile bzw. Social Payments in ihre Kaufoptionen mitaufnehmen könnten.

Und falls einmal das Bedürfnis aufkommen sollte sich aus der medialen Welt zurückzuziehen, kann der Dolmio Pepper Hacker Abhilfe tun. Die programmierte Pfeffermühle schaltet beim Drehen alle WLAN-Netze in unmittelbarer Nähe ab. Damit ist jedes Abendessen in der Familie gerettet!

Dieser Artikel ist inspiriert durch einen Gastbeitrag auf absatzwirtschaft.de.

Bild von geralt via Pixabay.com under cc0 Licence