Die Entwicklung von Bewegtbild nach Devices

Die Entwicklung von Bewegtbild nach Devices

Bewegtbild wird ein immer größeres und wichtigeres Thema. Dabei ist es nicht die eine Strategie auf YouTube, die für Unternehmen immer wichtiger wird. Vielmehr steigt bei den Konsumenten der Bedarf das Bewegtbild täglich an, eine Entwicklung, die nicht zuletzt auf die Informationsflut zurückzuführen ist, der wir täglich ausgeliefert sind. Mit Bewegtbild lassen sich schlichtweg mehr Informationen in einer kürzeren Zeit aufnehmen und verarbeiten. Eine Studie von Freewheel belegt nun, dass es im vergangenen Jahr bereits eine kenntliche Steigerung von Bewegtbild-Maßnahmen gab.

Videokonsum auf Smartphones, Tablets & Co.

Ein Großteil von Bewegtbild wird heutzutage nicht mehr über Desktop-Monitore gesehen, sondern vielmehr on the go. Vor allem die Entwicklung, dass in den USA mittlerweile sogar schon 60 Prozent aller Ad Views außerhalb von Desktop und Laptops stattfinden, ist sehr interessant. In Europa liegt die Zahl mit 52 Prozent knapp über der Hälfte. Das Wachstum liegt unter anderem auch daran, dass es im letzten Jahr einen starken Zuwachs an Long-form Videos gab. Dabei handelt es sich um Inhalte mit einer Länge von 20 Minuten oder mehr. Hinzukommt auf der anderen Seite,  dass Videos, ob Ads oder sonstige Formate, in sozialen Netzwerken inzwischen automatisch abgespielt werden, solange man diese Einstellung nicht ausstellt. Dadurch erhöht sich die Anzahl der Views organisch.

Shortform Clips führen in den USA zu deutlich mehr Ad Views als in Europa

Wie kulturelle Unterschiede zwischen Nordamerika und Europa, ist auch das Videokonsumverhalten auf den Kontinenten unterschiedlich.So gibt Europa Videos mehr Zeit, während man sich in den USA eher kurz fassen sollte. Shortform Clips,  d.h. Videos unter 10 Minuten Länge, sind in den USA wesentlich beliebter als Longform Clips, die über 20 Minuten sind. Dies spiegelt sich auch bei den Ad Views wider. Während Europa gerade einmal auf 7 Prozent kommt, schafft es die USA auf 23. Dabei machen die langen Formate natürlich für die Werbeindustrie mehr Sinn, da hier mehr Ads platziert werden können. Und auch durch die steigende Nutzung von Livestreams können in diesem Segment mehr Anzeigen, etwa durch dynamische Einblendungen, eingefügt werden.

Des Weiteren ergab eine Studie von Yume, Horizon Media und Nielsen, dass die emotionale Reaktion der User sich je nach Device unterscheidet. Getestet wurden die emotionalen Reaktionen von Bewegtbildwerbung auf Smartphones, Tablets, Desktops und Fernseher anhand von biometrischen Messungen und Eye-Tracking. Das Ziel der Studie war es, den unterbewussten Einfluss der Videos auf den User zu testen. Denn jedes Device hat zwar das nötige Potential eine Werbebotschaft zu übermitteln, allerdings können sich Reaktionen und Aufmerksamkeitsspannen je nach Gerät unterscheiden.

Kernbotschaft in 10 Sekunden

Neben der Faustregel, dass Videos in  der Regel alle wichtigen Inhalte innerhalb von 10 Sekunden kommunizieren sollten, gelten pro Device auch unterschiedliche Aufmerksamkeitshöhepunkte.

Für Smartphones wurde etwa festgestellt, dass die Reaktionszeit vor allem zu Beginn, innerhalb der ersten 3 Sekunden des Videos am höchsten ist. Bei Tablet-Usern bleibt die Aufmerksamkeit über einen längeren Zeitraum konstant und bei Laptops bzw. Desktop-Monitoren konnte man eine große Variabilität der emotionalen Reaktionen registrieren. Bei Fernsehern wurde oftmals gegen Ende der Anzeige, bei der klassischerweise die Werbebotschaft übermittelt wird, ein weiterer Reaktionshöhepunkt festgestellt.

Nichtsdestotrotz gilt: Auf allen Plattformen sollten Werbetreibende ihre Kernbotschaften in die ersten 15 Sekunden einbetten, um die Aufmerksamkeitsspanne der Nutzer vollends ausnutzen und den bestmöglichen Verkaufseffekt erzielen zu können.

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