Postproduktion: Die Deadline-Retter Presets, Templates und Producer-Kits

Postproduktion: Die Deadline-Retter Presets, Templates und Producer-Kits

Es ist Freitag 16:30 Uhr und noch immer fehlt das Material vom Kunden, das schon längst auf dem Tisch liegen sollte. Die Assets müssen noch heute ausgespielt und veröffentlicht werden. Nervosität macht sich breit.

So, oder so ähnlich kommt es in jeder Kommunikationsagentur vor. Mal mehr, mal weniger. Clevere Kollegen bleiben jetzt ganz gelassen, denn sie haben sich gut vorbereitet. Presets, Templates und Producer-Kits – Es gibt viele Namen für die kleinen und großen Helfer im Alltag der Postproduktion.

 

Presets

Zu den kleinsten Helfern in der Schnitt- und Animationssoftware zählt das Preset. Es ist, wie der Name schon sagt, eine Voreinstellung, die man schnell abrufen und gegebenenfalls auch ändern kann. Die meisten Programme bieten schone eine Vielzahl von Effekten und Presets. Wenn das nicht reicht, kann man sie auch in Form von ganzen Paketen kaufen. Man kann aber auch eigene Presets anhand der Stilvorgaben des Kunden anlegen und abspeichern und so in Zukunft etwas Zeit sparen.

Für Erklärvideos im 2D-Animationsstil nutzt man beispielsweise Presets für die Einblendung von Icons und Logos oder für die Animation von Texten. So kann sich der Motion Designer auf die kleinen Details konzentrieren, die eine Animation noch lebendiger machen, anstatt seine Zeit darauf zu verwenden, immer wieder die gleiche Textanimation zu bauen.

Presets können aber auch bestimmte Farbeffekte sein, die das gesamte Video der wöchentlichen Webshow in den gewünschten Look bringen. Es gibt nahezu unendlich viele Möglichkeiten, die einzelnen Schritte in der Postproduktion zu vereinfachen.

 

Templates

Wenn mehrere Presets ein Gesamtwerk ergeben, spricht man in der Regel von einem Template. Die wichtigsten Animationen, Übergänge oder Effekte sind voreingestellt. Das Template ist quasi wie eine leere Hülle, die mit Platzhaltern gefüllt ist. Diese muss man dann nur noch ersetzen und eventuell hier und da ein paar Parameter einstellen.

Genauso wie Presets kann man heutzutage tausende Templates kaufen und uneingeschränkt nutzen. Da diese jedoch nur selten den Stilvorgaben des Kunden entsprechen, sollte man in der Postproduktion besser selbst das Template anhand des Styleguides erstellen. Das kann man dann auch viel einfacher erweitern oder anpassen.

 

Das Producer-Kit

Producer-Kits sammeln die Presets und Templates an einem Ort. Dazu gehören beispielsweise Intros, Outros, Bauchbinden und Info-Tafeln, die man immer wieder für ein bestimmtes Format benötigt. Ziel des Kits sollte es immer sein, sämtliche Eventualitäten abzudecken.

Dafür muss man sich vorab Gedanken machen, welche Assets der Kunde immer wieder benötigt. Diese bereitet man vor und legt sie übersichtlich im Producer-Kit ab. Dabei sollte man alle Formate und Stile berücksichtigen und das Kit so aufbauen, dass es am Ende so gut wie jeder bedienen kann. Im besten Fall sogar Kollegen, die sich mit der Software nicht auskennen. Vielleicht schreibt man dazu noch eine kurze Übersicht, in der alle Funktionen erklärt werden.

 

Fazit

16:45 Uhr – Endlich ploppt die Mail vom Kunden im Posteingang auf und das Material ist da. Schnell wird alles an den Cutter der Agentur weitergeleitet, der die ganze Zeit entspannt blieb. Dank des Producer-Kits, das er sich gebaut hat, fügt er nur das Material in die verschiedenen Templates ein und drückt auf „Rendern“. Überstunden macht heute keiner.

Presets, Templates und Producer-Kits sind nicht nur kleine Helfer, die uns in der Postproduktion Zeit ersparen. Sie retten auch die Deadline und senken die Kosten für die Agentur. Es lohnt sich also immer, am Anfang eines Projekts darüber nachzudenken, ob man einen Teil des Budgets in ein Producer-Kit investiert. Der Cutter des Vertrauens steht gerne mit Rat zur Seite.

Mehr Infos zu unserer Content Creation & Digital Unit gibt es auf der Website.