Virtual Reality – The next big Thing

Virtual Reality – The next big Thing

Virtual Reality bezeichnet seit 2015 schon fast inflationär die neue große Wende der digitalen Kommunikation. Das ganze große Ding. Sie wird bestimmt kommen und niemand kann sich ihr entziehen. Doch machen wir erstmal eine Bestandsaufnahme.

Virtual Reality, kurz VR, ist kein neues Thema. Setzen wir beim bewegten Bild an, gab es bereits in den 80er Jahren Brillen, mit denen 3D-Welten erfasst werden konnten. Und selbst in Hollywood-Filmen wurde vor mehr als 20 Jahren bereits die Komplexität der virtuellen Welt eingebunden, wie z.B. in „Enthüllungen“ mit Michael Douglas und „Virtuosity“ mit Denzel Washington und Russell Crowe.

Trotz der Thematik schaffte es die virtuelle Technologie erst vor drei Jahren auf die wirklich großen Bühnen dieser Welt. Davor fehlten einfach technische Rahmenbedingungen, wie leistungsfähige und gleichzeitig erschwingliche Prozessoren, Sensoren, Übertragungswege und -geschwindigkeiten.

VR wird zum Alltagsgegenstand

2016 kann nun durchaus als Schicksalsjahr für die noch vergleichsweise junge Technologie gesehen werden. Die ersten Brillen für Konsumenten erreichen den globalen Markt, im selben Zuge werden die ersten Spiele veröffentlicht und Unternehmen beginnen langsam, professionell mit VR-Content zu arbeiten.

Goldmann Sachs schätzt, die Umsatzpotentiale, die im Jahr 2025 mit VR erwirtschaftet werden können, auf bis zu 80 Milliarden US-Dollar.

Doch wo liegen denn nun das Potenzial und der Mehrwert? Skeptiker sehen einen Trend, der nur in einer Nische stattfinden wird, während Digital Natives enthusiastisch die Entstehung der Menschheit 2.0 voraussagen.

In neue Welten „eintauchen“

Immersion ist hier das wichtige Stichwort. „Immersion beschreibt den Eindruck, dass sich die Wahrnehmung der eigenen Person in der realen Welt vermindert und die Identifikation mit einer Person in der virtuellen Welt vergrößert.“ [Quelle] Mit Virtual Reality entstehen also Welten, wie sie sich bisher kaum jemand vorstellen konnte. Menschen können zu Riesen oder Amöben werden, sie können die ganze Welt bereisen, sich in Vögel verwandeln und jeden möglichen Blickwinkel einnehmen: Erfahrungen, die bisher nicht möglich waren. Das ist die Chance: Als richtige, strategisch kluge Komponente eingesetzt, können Unternehmen und Marken nun digitale und ganzheitliche Kommunikationsstrategien entwickeln, die die Verbraucher durch das neuartige Erlebnis überzeugen werden.

Immersive Erlebnisse schaffen

Ob mit einfachen 360-Grad-Produktionen oder etwas aufwendigeren VR-Setups – Unternehmen und Endverbraucher erhalten mit Virtual Reality einen neuen Blickwinkel und tauchen noch intensiver in die Markenwelt ein. Die Kür besteht hier aber aus einer guten Mischung von Kreation und Produktion. Virtuelles Storytelling folgt anderen Gesetzen, als in den bisherigen linearen Erzählformen von Filmen und Videos.

Im Bereich Product Education und Trainings etwa kann man ein weiteres, großes Feld (er)schaffen. Hierbei kann der Anwender mit Hilfe von VR schneller lernen und Erfahrungen sammeln, als es alle digitalen Wege durch Videos und Tutorials bisher geschafft haben.

Beispielsweise kann ein Chirurg schwierige Operationen im virtuellen Raum üben, bevor er den Eingriff tatsächlich an einem Menschen vornimmt. Die Standford University entwickelte hierzu Modelle auf Basis von CT-Scans realer Patienten, an denen angehende Ärzte nun schwierige Eingriffe üben können. Erst vor wenigen Tagen wurde sogar die erste echte Krebs-Operation über VR live gestreamt.

Wie viele neue Technologien muss auch Virtual Reality erst ihren Weg in die Kommunikation finden. Häufig werden neue Medien durch alte adaptiert, wie es damals zum Beispiel auch beim Radio der Fall war. Moderatoren lasen Bücher vor, da man dachte, Radio werde den Druck ersetzen. Und auch VR wird kein anderes Medium ersetzen, sondern bestehende Medien erweitern und ergänzen.

VR Beispiele – das finden wir gut.

Kreativ: Virtuell Storytelling 360 Grad

Abgefahren:  Birdly

Informativ:  The Unknown Photographer

 

Bild Credits: von Scott Webb under Creative Commons Zero Licence, via unsplash.com

 

Schnabl_Henriette1-1Für Fragen zum Thema Virtual Reality und 360-Grad-Filmen sind Sie bei unserer Expertin Henriette Schnabl am besten aufgehoben.

Henriette Schnabl | Senior Multimedia Producer

030 – 20 351-226|| E-Mail