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Cannes Lions Festival – Recap 2016

Bild via Pexels under CC0 Licence

Die Oscars der Werbebranche, auch genannt das Cannes Lions Festival, fand auch in diesem Jahr wieder statt. Die gewinnbringenden Einreichungen stellen den Qualitätsmaßstab für das kommende Jahr und man verlässt die Veranstaltung mit vielen neuen innovativen Einflüssen und Ideen.

Größer, besser, Cannes Lions 2016

Und es zeigt sich ganz deutlich, das Cannes Lions Festival expandiert. Als einer der 16.000 offiziellen Delegierten und wahrscheinlich doppelt so vielen inoffiziellen ist das bereits auf den ersten Blick klar zu erkennen. Unter anderem auch daran, dass aus dem einst viertägigen Festival innerhalb von kurzer Zeit ein acht Tage langes geworden ist. Doch die Expansion betrifft noch viele weitere Bereiche des Festivals. Seit 2014 wurde jedes Jahr eine neue Kategorie eingeführt: vor drei Jahren machte der Health- und Pharma-Bereich den Anfang, im letzten Jahr Innovation und in diesem Jahr nun auch Entertainment. Während die horizontale Expansion zu Health und Pharma noch nahe lag, zeigen Innovation und Entertainment aber in eine andere vertikale Richtung. Der Innovationsbereich ist zu einer Art Bühne für technologische Entwicklungen geworden und weist einen Start-up-Geist auf. Der neuste Bereich Entertainment erhebt dagegen den Anspruch zur Auszeichnung von Ideen mit Weltklasse-Niveau in den Bereichen Musik, Film und Show.

Somit wird deutlich, dass das Cannes Festival – bekannt als ein Event von Werbern für Werber – seine Türen immer mehr neuen Bereich öffnet. Auch bei den Gästen, Besuchern etc. lässt sich eindeutig ein Wandel erkennen. Mittlerweile positionieren sich auch Industriekunden immer mehr und auffälliger an dem Event. Sie nehmen aktiv teil und werden zum Teil des Geschehens, aber auch Tech-Plattformen wie Facebook, Google und Twitter sind mittlerweile fest eingeplant und präsentieren ihre Innovationen einem europäischen Publikum.

Videotrend ist gekommen, um zu bleiben

Bei Facebook und Twitter geht die Zukunft klar in Richtung Video. Facebook hat hierbei drei klar definierte Säulen aufgestellt: Video, Personalisierung und Live-Inhalte. Darum wird es sich in den kommenden Jahren drehen. Und auch Twitter kommuniziert eine klare Entwicklung in Richtung Bewegtbild, vor allen Dingen im Live-Format. Die Plattform hat sich erst vor kurzem die Streaming-Rechte der NFL gesichert und wird in nächster Zeit sicher mit dem ein oder anderen interessanten Feature in diesem Bereich auf sich aufmerksam machen.

Das Festival of Creativity hielt jedoch noch viele weitere technologischen Entwicklungen bereit. Virtual Reality war hier natürlich, wie bereits bei vorangegangenen Messen und Konferenzen aus diesem Jahr, ein großes Thema. Vor allem Samsung, frisch gekürt als Marketer of the Year 2016, konnte das Interesse der Besucher durch eine Vielzahl an Anwendungen bündeln. Zusammen mit Facebook und Viceland wurde etwa eine Produktreihe vorgestellt, deren Ziel es ist, die Phantasie anzuregen.

Doch auch neben VR gab es viele interessante Themen und Vorstellungen, z.B. das Programm von Unilever namens Foundry. Damit will die Marke 50 Innovationsideen rund um Retail und Produkte kennenlernen und ausprobieren. Innovative Ideen und Vorschläge sind bei Foundry auch jederzeit willkommen. Besucht man die Website, werden verschiedene Möglichkeiten geboten Kontakt mit Unilever aufzunehmen, um sich auszutauschen.

Bald unsere europäische SXSW?

Einst als einziges PR-Spektakel bekannt beginnen die klaren Linien des Cannes Lions Festivals an zu verwässern. Da bleibt es einem nicht fern einen Blick nach Austin, Texas zu werfen und an die SXSW zu denken, die jedes Jahr im März stattfindet. Bei der SXSW fehlen zwar die Preisverleihungen, aber es handelt sich hierbei um eine der innovativsten und angesehensten Treffpunkte für alle Kenner der medialen Welt – ob Musik, Tech-Talk oder Datenschutz.

Mit der Integration weiterer Bereiche in das Cannes Lions Festival beginnt dieses, sich immer mehr sich in die Richtung einer europäischen Version der South by Southwest zu entwickeln. Ob sich diese Linie bei den Cannes Lions weiterhin durchziehen wird, bleibt abzuwarten. Interessant wäre es aber allemal, solch ein multi-thematisches Event auch innerhalb Europas zu etablieren.

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